KAMERA DES
MONATS

Zeiss IKON BOX TENGOR
Zeiss Ikon Box-Tengor
Bei der Zeiss Ikon Box-Tengor von 1927 handelt es wahrscheinlich um die erste Kamera der Fusion aus Ernemann, ICA, Contessa-Nettel und Goerz, welche von Carl-Zeiss verwaltet wurde. Die Firma Goerz entwickelte die Box Tengor 1924. Mit der Fusion wurde die Kamera in Zeiss Ikon Box Tengor umbenannt.
In den 1920er Jahren war es üblich Boxkameras aus Karton für das Gehäuse zu fertigen. Die Box-Tengor verfügt über ein Metallgehäuse und macht sich gegenüber die Konkurrenten wertiger. Mit einen Aufnahmeformat von 6x9cm handelt es sich bei unsere Kamera um das Modell 756. Ausgestattet ist dieses mit einem Objektiv, Goerz Frontar 1:11/11cm, mit Einsteckblenden für 1:11, 1:16 und 1:22. Die Belichtungszeit war bei 1/25sek fest oder B. Die Kamera verfügt über zwei übereinander angeordnete Sucher, mit denen das Bild horizontal oder vertikal aufgenommen werden kann.
Mit einem Preis von 15,00RM war die Zeiss Ikon Box-Tengor vergleichsweise teuer.


Cnopm Sport (1936)
Bei der Cnopm Sport handelt es sich um eine Kamera aus sowjetischer Produktion. Entwickelt wurde dieser Prototyp von A. O. Gelgar 1934 bis 1935. Von der Cnopm Sport wurden 340 Prototypen-Exemplare gefertigt. Die Serienproduktion lief unter dem Namen Gelveta und es ist unklar ob sie oder die Ihagee Kine Exakta die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera ist. Gefertigt wurde die Kamera bei Gosudarstvennyi Optiko-Mekhanicheskii Zavod (kurz GOMZ) in Leningrad in einer Auflage von 19.000 Stück bis 1941.
Der Schlitzverschluss wurde durch ein Paar von Metallplatten gewährleistet und erlaubte Belichtungszeiten von 1/25 bis 1/500 Sekunde. Der Auslösevorgang umfasst einen schnell ansteigenden, nicht zurückkehrenden Reflexspiegel. Der Filmtransport erfolgt von Kassette zu Kassette und so war es nicht nötig, den Film vorm Entnehmen zurück zu spulen. Das ursprüngliche Paar Kassetten würde genug Film für fünfzig Aufnahmen zur Verfügung stellen. Die Kamera verfügt über einen vertikalen Sucher auf Augenhöhe, um auf den Fokussierschirm zu blicken. Die Kamera wurde entwickelt, um austauschbare Bajonettobjektive aufzunehmen, aber das einzige verfügbare Objektiv war das Industar "И-10 1 : 3, 5 F = 5 cm"-Objektiv.

Vergangene Kameras des Monats
AGFA PARAMAT (1963-1968)
Basis der AGFA Paramat legt die Optima 500SN, eine damals übliche Kleinbildformat-Kamera. Die AGFA Paramat weicht hier als Halbformatkamera ab mit einem Aufnahmemedium der Größe 24 mm x 18 mm und nutzte folglich eine 135er Kleinbildpatrone. Durch das Filmformat bedingt, erzeugt man bei normaler Kamerahaltung Hochformat-Aufnahmen aber drehte man die Kamera um 90° waren Querformat-Aufnahmen möglich.

AGFA OPTIMA PARAT (1963-1968)
Die Agfa Optima Parat war das Spitzenmodell der Serie von Kameras für dieses Format. Ausgestattet ist sie mit einem hervorragenden vier-linsigem Solinar Objektiv im Compur 500 Verschluss. Die komplett metall-verkleidete Optima Parat hat im Unterschied zur einfacheren Agfa Paramat ein massives Metallgehäuse erhalten.
Die Belichtung erfolgt wie bei allen Agfa Optima Kameras, durch leichtes andrücken des Auslösers, warten bis die grüne Lampe im Sucher leuchtet und voll durchdrücken. Den Lichtverhältnissen angepasst, Blende und Zeit automatisch eingestellt.
Aufgrund des Designs wird diese Kamera auch Silberfisch genannt.

Jeden Monat präsentieren wir Ihnen eine Kamera aus unserer Sammlung. Die Kamera können Sie natürlich auch bei uns in der Ausstellung oder im Archiv besichtigen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
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